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11.03.2015 - MyPlastics am SKZ-Lab Würzburg mit der Peter-Henlein-Realschule Nürnberg


Welche regionale Präsenz Kunststoff besitzt, zeigte die Ausbildungsinitiative MyPlastics und stellte sich 23 Schülern einer neunten Klasse der Peter-Henlein-Realschule aus Nürnberg am Schülerlabor (SKZ-Lab) im Würzburg vor. Da die Klasse den naturwissenschaftlichen Zweig verfolgt, sind sie bestens für die vorgestellten Berufsbilder geeignet.

Die technischen Berufsbilder gewinnen in der Zukunft immer mehr an Bedeutung, da der technische Nachwuchs immer schwerer zu finden ist. Für derartige Berufsbilder sind ein Grundinteresse an handwerklichen Tätigkeiten Voraussetzung – denn nur wem es Spaß macht, der ist auch wirklich motiviert.


Doch wieso ist die Kunststoffbranche für Jugendliche so wichtig?


Der Werkstoff der Zukunft ist vielfältig und flexibel einsetzbar und aus diesem Grund auch in nahezu allen Branche vertreten. Simone Rieß (MyPlastics-Referentin) verdeutlichte durch Produkte, wie einen Kühlerschutzgitters eines Audi A5 Quattro (AUDI AG), einen biologisch abbaubaren Kugelschreiber (Schwan STABILO Kunststofftechnik GmbH & Co. KG) und einer Luftausströmer eines Lamborghini Gallardo Huracan (Dr. Schneider Kunststofftechnik GmbH), wo sich Kunststoffprodukte im Alltag überall verstecken.

Für die Herstellung eines K-Produktes sind jedoch 3 Berufsbilder unerlässlich: Technischer Produktdesigner, Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Bevor man überhaupt an das fertige Kunststoffprodukt denkt, benötigt der Werkzeugmechaniker allerdings erst eine detaillierte technische Zeichnung. Diese wird vom Technischen Produktdesigner erstellt. Ein Technischer Produktdesigner muss in der Lage sein, das Produkt schon vor Zeichnungserstellung vor sich zu sehen und es den Kundenvorgaben entsprechend zu planen. Dies geschieht unter anderem mit Berechnungen von Winkeln und Dichten.

Nachdem der Technische Produktdesigner die Zeichnung gefertigt hat, stellt der Werkzeugmechaniker mithilfe dessen das Werkzeug (Spritzgießform) her. Er bearbeitet Stahlblöcke auf das tausendstel  Millimeter genau, in dem er fräst, bohrt, schleift oder erodiert. Für einen Werkzeugmechaniker ist hier Genauigkeit sehr wichtig, da kleinste Abweichungen sich schon auf das Endprodukt auswirken.

Der Fachexperte für die die Produktion der Kunststoffteile, der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, spannt das Werkzeug in die Spritzgießmaschine ein und programmiert diese. Ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff -und Kautschuktechnik muss sich also mit den verschiedensten Kunststoffen auskennen, da diese unterschiedliche Schmelztemperaturen haben. Außerdem sind weitere Parameter, wie Schließkräfte, Drücke und Schließzeiten wichtig, damit die Kundenvorgaben erfüllt werden.



Wie bereits erwähnt benötigen alle diese 3 Ausbildungsberufe ein handwerkliches bzw. technisches Interesse. Doch wer sich für einen dieser Berufe entscheidet sieht schnell, dass diese mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven behaftet sind.

Allen teilnehmenden Schülerinnen wünschen wir natürlich viel Erfolg bei der Berufswahl und hoffen, dass wir ihnen eine weitere Möglichkeit für eine Ausbildung aufzeigen konnten.


Ein herzlicher Dank geht an Frau Irena Heuzeroth und Herrn Peter Selzam (SKZ-Lab) sowie an alle weiteren Mitorganisatoren dieser Veranstaltung für die gute Planung.


Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet. Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.