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18.02.2016 - MyPlastics an der Münster-Mittelschule Hof

Am 18.02.2016 besuchte die Ausbildungsinitiative MyPlastics gemeinsam mit den Vertretern der Firma Rudi Göbel GmbH & Co. KG erneut die Münster-Mittelschule in Hof. Dort durften insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler in zwei Durchläufen viel Spannendes über den Werkstoff Kunststoff und die Berufe der Kunststoffbranche lernen - und auch praktisch ausprobieren!

MyPlastics an der Münster-Mittelschule Hof
MyPlastics Referentin, Lena Arnold, begann die Veranstaltung gleich mit einer Frage an die Schülerinnen und Schüler: „Wo begegnet euch Kunststoff im täglichen Leben?“. Auf diese Frage kamen von vielen Schülern verschiedenste Antworten – und alle hatten Recht! Da der Werkstoff Kunststoff heutzutage wegen seiner sehr flexiblen Einsatzmöglichkeiten unverzichtbar ist, ersetzt er seit vielen Jahren andere Werkstoffe und ist aus unserem täglichen Leben mit den Alltagsgegenständen nicht mehr wegzudenken.


Besonders in der Region Oberfranken sind sehr viele Betriebe der Kunststoffbranche angesiedelt die TOP-Produkte für den Weltmarkt herstellen. Um die tadellose Qualität dieser Produkte aufrecht zu erhalten und noch zu steigern ist gutes Fachpersonal enorm wichtig. Lena Arnold brachte den Jugendlichen die Kunststoffbranche durch die Veranschaulichung der Wertschöpfungskette näher. Sie erklärte die verschiedenen Betriebsarten sowie die damit verbundenen Ausbildungsberufe und zeigte den Schülerinnen und Schülern dafür beispielhaft Exponate, u. a. ein Stück eines Fensterrahmens (REHAU AG + Co), ein Luftausströmer eines Lamborghini Gallardo Huracan (Dr. Schneider Kunststoffwerke GmbH) und einen Kugelschreiber aus Bio-Kunststoff (STABILO International GmbH).


Danach stellte sich die Firma Rudi Göbel GmbH & Co. KG vor. Vertreten wurde sie durch Herrn Michael Ehrhardt (Ausbilder), Luca Bühring, Rahman Ademaj und Marcel Fichtner (alle drei Auszubildende zum Werkzeugmechaniker). Neben wichtigen Informationen über die Firma Rudi Göbel konnten die Jugendlichen auch die Ausbildungsberufe der Firma, präsentiert von den Azubis, kennenlernen.


Die Schüler konnten in der Einführung viel über den Werkstoff Kunststoff lernen und hatten die Möglichkeit einen Einblick in die Tätigkeitsfelder der Firma Rudi Göbel zu gewinnen. Anschließend folgte der spannende praktische Teil des Schulbesuchs, der BERUFE-Parcours. Aufgeteilt in kleine Gruppen durften die Schüler die Berufsbilder Stanz- und Umformmechaniker, Werkzeugmechaniker und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik an den verschiedenen Stationen „ausprobieren“.


Station eins des BERUFE-Parcours hielt ein Quiz und eine Rechenaufgabe zum Berufsbild Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bereit und wurde den Schülern von MyPlastics zur Verfügung gestellt. Hier konnten die Schüler feststellen, ob sie im Vortrag gut aufgepasst haben um die Aufgaben des Verfahrensmechanikers von Richtig / Falsch – Fragen zu erkennen. Ebenso muss ein Verfahrensmechaniker sehr genau arbeiten. Diese Eigenschaft ist besonders beim Berechnen von Mischverhältnissen wichtig. Eine weitere Aufgabe an dieser Station war es also, das Mischverhältnis der Granulate für eine Badeente zu berechnen. Die Station zwei stellte ebenfalls das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik vor und wurde von der Firma Rudi Göbel zur Verfügung gestellt. Mitgebrachte Kunststoffprodukte mit Fehlerbildern mussten den jeweiligen Bezeichnungen, wie z. B. Schlieren oder Brenner zugeordnet werden. Ein Verfahrensmechaniker muss sich mit Fehlern und der Fehlerbehebung im Produktionsprozess auseinandersetzen um die Qualität aufrecht zu erhalten, denn wenn Kunststoffprodukte nicht einwandfrei sind, können sie nicht an den Kunden verkauft werden. An der vorletzten Station konnten die Schüler Näheres über den Beruf des Stanz- und Umformmechanikers herausfinden. Die Firma Rudi Göbel brachte den Schülern vorgestanzte Einkaufschips mit, die sie mit Hilfe von Schlagbuchstaben individuell gestalten durften. Ein Stanz- und Umformmechaniker stellt Bauteile aus Blechen her und steuert bzw. programmiert die erforderlichen Maschinen – die Einkaufschips kamen aus einer solchen Anlage. Station vier des BERUFE-Parcours spiegelte den Beruf des Werkzeugmechanikers wider und kam von der Firma Rudi Göbel. In vorgebohrte Metallblöcke durften Gewinde geschnitten werden. Ein Werkzeugmechaniker lernt in seiner Ausbildung die metallbearbeitenden Fertigkeiten, wie z. B. Bohren, Feilen, Drehen und Erodieren. Da ein Werkzeugmechaniker sich bei diesen Arbeiten im 1000stel Millimeterbereich befindet, muss er eine präzise Arbeitsweise mitbringen.


Wir freuen uns, dass es allen Schülern und Lehrern so gut gefallen hat und wünschen den Schülerinnen und Schülern alles Gute für die Berufsfindung – hoffentlich bei einer Firma der Kunststoffbranche!


Ein herzlicher Dank geht an Herrn Ströhla sowie an alle weiteren Mitorganisatoren dieser Veranstaltung für die gute Planung und Organisation.


Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet. Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.