Home Kontakt Anfrage Impressum  

 
 
  MyPlastics
  Aktuelles
  Termine
  Kunststoffbranche
  Ausbildungsberufe
marker   Studium
  Ausbildung mit Kunststoff
  Angebote für Unternehmen
  Downloads
   

 

 

>>> zurück zur Übersicht

19.01.2017 - MyPlastics an der Christian-Wolfrum-Mittelschule Hof

Bereits zum 4. Mal informierte die Initiative MyPlastics des Kunststoff-Netzwerk-Franken e. V. gemeinsam mit der Firma Rudi Göbel GmbH & Co. KG am 19.01.2017 ca. 62 Schüler der Christian-Wolfrum-Mittelschule Hof. Da die Kunststoffbranche in Hof einer der wichtigsten Zweige ist, bietet sie den Schülern auch eine Anzahl an Ausbildungsmöglichkeiten – speziell auch im handwerklichen Bereich.

Damit die Schüler auch einen kurzen Einblick in die Wertschöpfungskette erhalten, stellte Simone Rieß (MyPlastics-Mitarbeiterin) den Schülern die abwechslungsreichen Berufsbilder der Kunststoffbranche mit Zukunft vor. Den Einstieg leitet Simone Rieß mit der Frage ein: „Wo begegnet ihr Kunststoffprodukten in eurem Alltag?“. Man könnte meinen, dass die Antwort auf diese Frage sehr leicht ist, aber den meisten Menschen ist oft nicht bewusst, wie oft sie mit Kunststoff in Berührung stehen. Viele Branchen profitieren von dem Werkstoff der Zukunft und einige davon konnten durch ihn fortbestehen. Beispiele hierfür sind z. B. die Luftfahrtindustrie und die Automobilindustrie. Durch das Angebot an Exponaten, wie z. B. HILTI-Messgeräten (Rudi Göbel GmbH & Co. KG) einer Musterplatten einer Wohnwagenwand (LAMILUX Heinrich Strunz Holding GmbH & Co. KG) und eines Kunststofffensterrahmens (REHAU AG + Co.) lernten die Schüler die vielen verschiedenen Einsatzgebiete von Kunststoff kennen.

Nachfolgend präsentierte sich die Firma Rudi Göbel GmbH & Co. KG und stellte den Schülern das vielversprechende Ausbildungsrepertoire da. Vertreten wurde sie durch Herrn Ehrhardt (Technischer Ausbildungsleiter), Patrick Bischoff, Dominik Eckardt und René Preiß (alle Auszubildende Werkzeugmechaniker).

Im Anschluss daran erfolgte die Praxis durch den BERUFE-Pacours. Vier Stationen standen für die Schüler zum Austesten der Berufsbilder bereit. Die Station eins, drei und vier kamen von der Firma Rudi Göbel GmbH & Co. KG. Was es bedeutet Kunststoffteile mit einer guten Qualität herzustellen, zeigte sich gleich am Anfang an der Station eins. Hier konnten Spritzgießfehler erkannt und die Ursachen dafür herausgefunden werden. Ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik lernt in seiner Ausbildung, wie er diese Fehler vermeiden bzw. schnell wieder beheben kann. Ohne eine Kontrolle während der Produktion könnten die Kunststoffprodukte nicht die Kundenvorgaben erfüllen. Die zweite Station spiegelte ebenso das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik wider und forderte die Rechenkünste der Jugendlichen heraus. Wie viel Farbgranulat und farbloses Granulat für eine Badeente benötigt wird, musste hier herausgefunden werden. Das richtige Mischverhältnis, sowie andere Paramater (Drücke, Schließkräfte und Temperaturen) sind für einen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik unerlässlich, um die Spritzgießmaschine zu bedienen. Stimmen die ermittelten Werte nicht, wirkt sich dies direkt auf das zu fertigende Produkt aus. Ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik muss daher schnell die richtige Einstellung der Maschine finden. Im Zeichen des Werkzeugmechanikers stand die Station drei. Die Schüler lernten hier den Umgang mit Metall, in dem sie Gewinde vorgefertigte Löcher bohrten. Ein Feingefühl für den Werkstoff Metall erhält der Werkzeugmechaniker gleich zu Beginn seiner Ausbildung, da für ihn metallbearbeitende Vorgänge, wie fräsen, schleifen und erodieren zum späteren Berufsalltag gehören. An der letzten Station des BERUFE-Parcours konnten die Schüler mitgebrachte Werkstücke  (Olympiaturm) de- und montieren. Ein Werkzeugmechaniker fügt die Metallstücke, die er erstellt hat gemäß einer Zeichnung zusammen. So entsteht das Werkzeug (Spritzgießform) für die anschließende Produktion.

Ein herzlicher Dank geht an Frau Feder sowie allen weiteren Mitorganisatoren für die gute Organisation und Planung. Den Schülern wünschen wir viel Erfolg bei der Berufswahl bzw. -findung!

Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet.
Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.