Home Kontakt Anfrage Impressum  

 
 
  MyPlastics
  Aktuelles
  Termine
  Kunststoffbranche
  Ausbildungsberufe
marker   Studium
  Ausbildung mit Kunststoff
  Angebote für Unternehmen
  Downloads
   

 

 

>>> zurück zur Übersicht

16.02.2017 - MyPlastics an der Ignaz-Reder-Realschule Mellrichstadt 

Am 16.02.2017 war die Ausbildungsinitiative MyPlastics zu Besuch bei der Realschule Mellrichstadt und beantwortete den 58 Schülern der 9. Und 10. Klasse ihre Fragen zu den Ausbildungsberufen der Kunststoffbranche. Unterstützt wurde sie dabei von der ortsansässigen Firma LISI AUTOMOTIVE KKP GmbH & Co. KG.
Zu Beginn der Veranstaltung führte Simone Rieß (MyPlastics-Referentin) die Schüler in die Thematik Kunststoff ein und erklärte die Berufsbilder und Wertschöpfungskette anhand mitgebrachter Exponate, wie beispielsweise ein Griff eines Backofens (LISI AUTOMOTIVE KKP GmbH & Co. KG), ein Stift aus Bio-Kunststoff (STABILO International GmbH) und eine elektronische Feststellbremse (OECHSLER AG).
Wieso sollte man sich für eine technische Ausbildung entscheiden?
Wer sich für einen technischen Beruf in der K-Branche entscheidet, stellt schnell fest, dass Berufsbilder, wie z. B. der Technischer Produktdesigner, der Werkzeugmechaniker oder der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, anspruchsvoll und vielseitig sind.  Zudem stehen die Chance auf Aufstiegs- und Übernahmemöglichkeiten im technischen Bereich höher als im kaufmännischen Bereich. Die Kunststoffbranche benötigt jedoch kontinuierlich junges Fachpersonal, um den Fachkräftemangel entgegenzusteuern.
Anschließend präsentierte sich die Firma LISI AUTOMOTIVE vertreten durch Frau Theresa Kirchner (Ausbilderin für Werkzeugmechaniker) und Herrn Franz Faber (Ausbilder für Mechatroniker) erklärten den Schülern die Arbeitsbereiche der Firma und ihr Ausbildungsangebot. Unterstütz wurde sie dabei von den Auszubildenden Robin Eisenbrand (Auszubildender Mechatroniker) und Jerome Gans (Auszubildender Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik), die ihren jeweiligen Ausbildungsberuf vorstellten und den Schüler alle Fragen beantworteten.
Zuletzt folgte der praktische Teil des Schulbesuchs, der BERUFE-Parcours. Dazu wurden die Schüler in kleine Gruppen aufgeteilt und durchliefen mehrere verschiedenen Stationen. Bei der ersten Station drehte sich alles um das Berufsbild des Mechatronikers. Um einen Einblick in dessen Tätigkeitsfeld zu erhalten, sollte die Schüler eine Fehlersuche an einem mechatronischen System durchführen. Für einen Mechatroniker spielt sowohl die Elektronik, als auch die Mechanik eine große Rolle. Daher muss sich der Mechatroniker in beiden Bereichen gut auskennen.
An der Station 2 konnten die Schüler durch mitgebrachte Kunststoffteile herausfinden, welche Fehler bei der Produktion von derartigen High-Tech Produkten auftreten können und welche Ursachen es dafür gibt. Für einen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist es sehr wichtig, dass er während des Herstellungsprozesses ein Auge auf die Spritzgießmaschine hat und die Qualität der Produkte überprüft. Stimmt hier etwas nicht, muss der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik den Grund schnell ausfindig machen. Die Station 3 zeigte das Berufsbild des Werkzeugmechanikers. Wieso es in diesen Beruf so sehr auf Genauigkeit ankommt, konnten die Schüler hier lernen, in dem sie die Maße von mitgebrachten Metallstücken mithilfe von Messschiebern ermittelten. Arbeitsvorgänge, wie z. B. Fräsen, Schleifen, Bohren und Drehen bewegen sich beim Werkzeugmechaniker im Tausendstel-Millimeterbereich. Alle diese drei Stationen wurden von LISI betreut. An der letzten Station  bei MyPlastics konnten die Schüler Schließkräfte als wichtige Parameter für den Spritzgießprozess berechnen. Derartige Ermittlungen sind für das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik elementar. Sollten sich hierbei Fehler einschleichen, wirken sich diese direkt auf das Produkt aus und erreichen die vorgegebene Qualität nicht. Ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik muss die Maschinen während der Produktion ständig überwachen.
Ein herzlicher Dank geht an Herrn Lochner und Herrn Kluge sowie an alle weiteren Mitorganisatoren für die sehr gute Organisation und Planung. Den Schülern wünschen wir viel Erfolg bei der Berufswahl bzw. -findung!

Anmerkung: Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet. Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.