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09.12.2013 - MyPlastics am SKZ-Lab mit der Mittelschule Bergrheinfeld

Am 09.12.2013 durften Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Bergrheinfeld am SKZ-Lab in Würzburg die Kunststoffbranche und deren TOP-Ausbildungsberufe kennenlernen. 25 Schüler konnten die Welt des Kunststoffs praktisch erleben und sich über die spannenden Berufsbilder, die zur Herstellung von Kunststoffteilen benötigt werden, informieren. Meistens ist man sich nicht bewusst, wie oft man Kunststoffen im Alltag begegnet und wie komplex Kunststoffprodukte wirklich sind.

MyPlastics am SKZ-Lab mit der Mittelschule Bergrheinfeld
MyPlastics-Referentin, Lena Arnold, führte die Jugendlichen zuerst in die Thematik des Kunststoffs ein. Kunststoffe können in allen Lebensbereichen gefunden werden. Anhand von Exponaten wurde den Jugendlichen verständlich gemacht, dass fast keine Branche und nahezu keine alltägliche Situation ohne Kunststoff auskommt. Sie zeigte Ausstellungsstücke, wie z. B. einen Kugelschreiber aus Bio-Kunststoff (STABILO-International GmbH), einen Teil eines Kunststofffensterrahmens (REHAU AG + Co) und einen PET-Flaschenrohling und die dazugehörige 0,5l PET-Flasche von der Firma Krones AG. Mit diesen letzten beiden Exponaten konnte auch das Herstellungsverfahren des Spritzstreckblasens beschrieben werden. Alle Produkte durchlaufen verschiedene aufwendige Herstellungsverfahren. Lena Arnold erläuterte mit Hilfe von Fotos von Auszubildenden die verschiedenen Arbeitsschritte bis hin zur Herstellung von Kunststoffteilen.

Nachdem die Schüler in die Kunststoffbranche eingeführt wurden, folgte eine Vorstellung der Ausbildungsberufe der Kunststoffindustrie.


Hier wurde den Schülern zuerst das Berufsbild des Werkzeugmechanikers vorgestellt. Ein Werkzeugmechaniker ist für die Herstellung des Werkzeugs (Spritzgießform) verantwortlich. Er muss metallbearbeitende Vorgänge, wie beispielsweise Bohren, Feilen, Drehen, Fräsen und Erodieren durchführen können. Die Arbeiten des Werkzeugmechanikers müssen mit großer Sorgfalt und präzise (im Tausendstel-Millimeterbereich) ausgeführt werden. Neben der Erstellung des Werkzeugs gehört auch das Instandhalten und Reparieren eines Werkzeugs zum Aufgabenbereich eines Werkzeugmechanikers. Zum Fertigen einer neuen Spritzgießform benötigt der Werkzeugmechaniker eine technische Zeichnungen, die ihm vom Konstruktionsbüro bereitgestellt werden. Das Berufsbild des Werkzeugmechanikers erfordert gutes räumliches Vorstellungsvermögen, um diese Zeichnungen lesen, verstehen und anhand dieser das Werkzeug bauen zu können.


Der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik benötigt das Werkzeug für die Produktion der Kunststoffteile. Er spannt das Werkzeug in die Spritzgießmaschine ein und muss alle notwendigen Parameter, wie z. B. Temperaturen, Schließkräfte und Drücke in die Maschine eingeben. Hierbei ist es wichtig, dass der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik sehr genau arbeitet, da sich Fehler bei den Einstellungen direkt auf das spätere Produkt auswirken. Zudem ist der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik Fachexperte für die Spritzgießmaschine. Während seiner Ausbildung lernt er die Eigenschaften verschiedener Kunststoffe und deren Verarbeitung kennen. Mit diesem Wissen kann er Fehlerquellen frühzeitig erkennen und abstellen.


Vom Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik hergestellte Kunststoffteile können anschließend noch veredelt werden. Der Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik ist der Experte für die Oberflächenbeschichtung. Je nach Kundenwunsch können Kunststoffe lackiert oder verchromt werden. Der Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik ist für die Mischung des Lacks zuständig. Er betreut die Lackierstraße und ist für die Qualität der Beschichtung des Kunststoffteils verantwortlich.


Alle Berufsbilder erfordern gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern (Mathe, Physik und Chemie) sowie handwerkliches Interesse.


Allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern wünschen wir viel Erfolg bei ihrer Berufswahl und hoffen, dass der Exkurs in die Kunststoffbranche interessant war. Um einen tieferen Einblick in die Berufe und die Betriebe zu erhalten, sind die Jugendlichen jederzeit dazu eingeladen, sich für ein Praktikum in einem Betrieb der Kunststoffbranche zu bewerben. Dadurch können sie feststellen, ob ein spannender Ausbildungsplatz in dieser Branche mit Zukunft das Richtige für sie ist.


Ein herzlicher Dank geht an Frau Irena Heuzeroth (SKZ-Lab) sowie an alle weiteren Mitorganisatoren dieser Veranstaltung für die gute Planung.

Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet.
Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.