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05.03.2014 - MyPlastics auf dem Tag der Berufe bei der Firma Sonnplast GmbH

MyPlastics folgte der Einladung der Firma Sonnplast GmbH zum Tag der Berufe am 05.03.2014 nach Sonneberg, um mit ihnen gemeinsam 16 interessierten Schülern und Eltern die Kunststoffbranche und deren zukunftsträchtige Ausbildungsplätze mit TOP-Chancen näher zu bringen. Der Tag sollte den Jugendlichen dazu dienen, in verschiedene Ausbildungsberufe hinein zu schnuppern und diese Erkenntnisse in die Berufswahl mit einfließen zu lassen. So konnten den Jugendlichen die oft unbekannten, jedoch anspruchsvollen und spannenden Berufsbilder gezeigt werden. Die K-Branche bietet Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung in der Kunststoffbranche entscheiden, zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund bist DU genau richtig, wenn du technisches Interesse hast und dich gerne handwerklich betätigst!

MyPlastics auf dem Tag der Berufe bei der Sonnplast GmbH
Wieso ist Kunststoff so wichtig für unseren Alltag? Diese Frage kann ganz leicht beantwortet werden. Kunststoff ermöglicht uns erst, dass wir zahlreiche Situationen problemlos meistern können. Sei es auf dem Weg zur Arbeit/Schule oder um unsere Hobbies auszuleben. Nichts ist annäherend so flexibel einsetzbar wie der Werkstoff der Zukunft.

Firmenvertreter der Sonnplast GmbH André Kräußel (Werkzeugbau), Heiko Löhlein (Fertigung), Julian Sommerer (Instandhaltung), Fatama Senocak (Lager), Jörg Dennochweiler (techn. Weiterbildung) und MyPlastics-Referentin Simone Rieß führten die Schüler in die Welt des Kunststoffs ein.

Simone Rieß verdeutlichte den Schülern welche Vielfalt Kunststoff heutzutage besitzt, indem sie zahlreiche Exponate aus verschiedensten Bereichen mitbrachte. Beispiele hierfür waren eine Cremedose (Hermann Koch GmbH), die im Werkzeug belasert wurde, ein Gehäuse einer Wasserpumpe (Ros GmbH & Co. KG) und eine Rückenlehne eines 1er BMW’s (Sonnplast GmbH). Neben Produkten aus Kunststoff wurden auch deren Herstellungsverfahren erklärt, die anspruchsvoll und komplex sind. Man sieht es den Produkten auf den ersten Blick nicht an, aber es erfordert eine Reihe von Fachexperten verschiedenster Bereiche, diese herzustellen.

Die Firma Sonnplast informierte die Schüler anschließend über sich selbst und über deren breites Ausbildungsangebot. Eltern und Schüler nutzen auch ausgiebig die Möglichkeit, Fragen an die Ausbildungsverantwortlichen zu stellen.


Anschließend wurden die Besucher in zwei Gruppen eingeteilt und von Herrn Dennochweiler und Herrn Löhlein durch die Sonnplast GmbH geführt. Sie konnten vor Ort sehen, wie die Kunststoffprodukte gefertigt werden und sich einen besseren Einblick über das Arbeitsklima bei Sonnplast verschaffen.


Nach der Führung wurden die Schüler befragt, welche Ausbildungsberufe sie näher kennenlernen möchten. Zur Auswahl standen folgende Berufe: Fachkraft für Lagerlogistik, Mechatroniker, Technischer Produktdesigner, Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und Werkzeugmechaniker.


Ein Technischer Produktdesigner erstellt eine technische Zeichnung für den späteren Werkzeugbau. Mit dem Begriff Werkzeug ist die Spritzgießform gemeint, in der das gewünschte Produkt entsteht. Wenn dem Technischen Produktdesigner ein Produkt nach Kundenvorgabe vorliegt, muss er sich schon ohne sich mit der Zeichnung zu beschäftigen das Produkt vorstellen können. Für eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner benötigt man aus diesem Grund ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Der Ausbildungsberuf des Werkzeugmechanikers stellt die benötigten Werkzeuge mit Hilfe der techn. Zeichnung her, welche ihm vom Technischen Produktdesigner zur Verfügung gestellt wird. Das heißt, dass der Werkzeugmechaniker durch Bearbeitungsmethoden, wie z. B. Drehen, Bohren, Feilen, Fräsen und Erodieren Metallblöcke bis auf das Hundertstel–Millimeter genau bearbeitet und diese bis hin zu einer Spritzgießform bringt. Am Schluss dieser Wertschöpfungskette steht der Fachexperte für die Spritzgießmaschine – der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Er spannt die Werkzeuge in die Spritzgießmaschine ein und stellt an dieser die wichtigen Parameter (Drücke, Temperaturen, Schließkräfte usw.) ein. Für diese benötigt der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik Berechnungen, da jedes Granulat andere Eigenschaften aufweist, die er mit einkalkulieren muss. Ergeben sich an dieser Stelle Fehler, wirkt sich dies direkt auf das Produkt aus.


Deshalb sind für alle diese Ausbildungsberufe naturwissenschaftliche Fächer, wie z. B. Mathe, Physik und Chemie sehr wichtig. Sei es für Berechnungen von Parametern, für die Herstellung von Kunststoffprodukten oder Winkelmaße für die technische Zeichnung.


Das Fazit dieses Tages zeigte, wie wichtig es ist, dass Schüler derartige Veranstaltungen besuchen. Erst hierdurch wird den Jugendlichen wirklich bewusst, dass diese Berufsbilder auch spannend sind und ihnen Zukunft bieten. Alle Teilnehmer dieser Veranstaltung waren durchwegs begeistert.


Wir bedanken uns vielmals bei Herrn Dennochweiler sowie bei allen weiteren Mitorganisatoren für die Einladung zu diesem Tag und die gute Organisation. Den Schülern wünschen wir viel Erfolg bei der Berufsfindung- womöglich in der Kunststoffbranche.


Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet.
Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.