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28.04.2015 - MyPlastics an der Johannes-Kepler-Realschule Bayreuth

Am 28.04.2015 informierte die Ausbildungsinitiative MyPlastics zusammen mit der Firma Schlaeger Kunststofftechnik GmbH rund 50 Schüler aus neunten Klassen (technisch-mathematisch) der Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth.

MyPlastics an der Johannes-Kepler-Realschule Bayreuth
Heutzutage ist Kunststoff ein unverzichtbarerer Werkstoff, da er sich in jegliche Form und Größe bringen lässt und vielseitig einsetzbar ist. Aus diesem Grund können wir unser Leben nahezu sorglos bestreiten, weil wir uns weniger Gedanken machen müssen, ob uns z. B. im Krankenhaus sterile Spritzen initiiert werden.
Wieso benötigt die K-Branche nun ausgerechnet immer mehr Fachpersonal?

Die Frage lässt sich ganz einfach klären. Bis Kunststoffprodukte hergestellt sind, benötigt es eine Reihe an Fachexperten, die sich mit den einzelnen Prozessschritten beschäftigen. Sei es in der Konstruktion, den Formenbau oder in der Kunststoffverarbeitung. Deshalb wurde den Realschülern nun der Ausbildungsberuf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik vorgestellt.

Zunächst wurden die Jugendlichen über die Thematik Kunststoff durch Simone Rieß (MyPlastics) informiert. Sie veranschaulichte die Wertschöpfungskette sowie die damit verbundenen Ausbildungsberufe mithilfe von mitgebrachten Exponaten. Beispiele hierfür waren  u. a. ein Fußball (Adidas), ein Frontscheinwerfer eines Audi A6 (AUDI AG) und ein Kugelschreiber aus Bio-Kunststoff (Schwan-STABILO Schwanhäußer GmbH & Co. KG).


Anschließend stellte sich auch die Firma Schlaeger Kunststofftechnik GmbH, vertreten durch Daniel Rutsatz (Ausbilder), Maximilian Gsell und Joschi Hofmann (beide Auszubildende Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik), vor. Außerdem zeigten Sie den Schülern noch das breite Ausbildungsangebot, welches Schlaeger bietet.


Nach einer kurzen Einführung in den praktischen Teil des Tages teilte Simone Rieß die Schüler für den BERUFE-Parcours in Gruppen ein. Alle Stationen standen für das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

Die Station eins des BERUFE-Parcours kam von der Fima Schlaeger. Hier konnten die Schüler durch zwei mitgebrachte Werkzeuge (Spritzgießformen) lernen, wie diese aufgebaut sind, in dem Sie diese zerlegen und wieder zusammensetzen durften. Für einen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist es wichtig, dass er den Aufbau des Werkzeugs kennt, da er dieses auch an der Spritzgießmaschine einspannen muss. Befestigt er es nicht richtig, kann es passieren, dass das Werkzeug die Maschine beschädigt. Für die Station zwei des BERUFE-Parcours brachte die Firma Schlaeger verschiedene Kunststoffstäbe mit, die die Schüler kurz anzünden durften. Die Kunststoffstäbe wurden dann direkt in ein Wasserbad gegeben. Diese Station symbolisierte, dass Kunststoffe verschiedene Eigenschaften aufweisen und deshalb jedes Produkt anders zu behandeln ist. Ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik muss sich aus diesem Grund mit verschiedensten Kunststoffen auskennen, da sie z. B. auch andere Fließverhalten aufweisen können. Station drei des BERUFE-Parcours kam ebenfalls von Schlaeger. Hier durften die Schüler üben, wie man Spritzgießfehler erkennt und lernen, welche Ursachen dafür verantwortlich sind. Für einen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist es wichtig, dass er währen des Herstellungsprozesses regelmäßig die Kunststoffprodukte prüft, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Letzte Station des BERUFE-Parcours wurde von MyPlastics zur Verfügung gestellt und teste die Aufnahmefähigkeit sowie die Rechenkünste der Schüler. Damit ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik die richtigen Parameter (z. B. Temperaturen, Schließkräfte und Drücke) an der Maschine einstellt, muss er diese vorher erst berechnen. Stellt er die Spritzgießmaschine falsch ein, wirkt sich dies auch auf das Produkt aus.

Am Ende des Durchlaufs gab Simone Rieß den Schülern noch Tipps & Tricks für den beruflichen Weg mit – am besten ist es jedoch immer sich über ein Praktikum ein genaueres Bild von dem Berufsbild zu machen.

Ein herzlicher Dank geht an Frau Hegendörfer sowie an alle weiteren Mitorganisatoren dieser Veranstaltung für die gute Planung und Organisation.


Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet. Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich