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17.06.2015 - MyPlastics am SKZ-Lab in Würzburg mit der Realschule Naila

Die Ausbildungsinitiative MyPlastics war am 17.06.2015 mit der Firma Wirth Werkzeugbau GmbH aus Helmbrechts beim SKZ-Lab zu Gast, um die Berufsbilder der Kunststoffbranche und deren Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. 23 Schüler einer neunten Klasse der Realschule Naila informierten sich über das Thema Kunststoff und welche regionale Bedeutung er mittlerweile besitzt. Der Werkstoff der Zukunft bietet Jugendlichen eine große Bandbreite an spannenden und anspruchsvollen Berufsbildern, an welchen in der Kunststoffbranche immer Nachwuchsbedarf besteht.

MyPlastics am SKZ-Lab in Würzburg mit der Realschule Naila
Vielen Jugendlichen sind Berufsbilder der K-Branche leider nicht so bekannt wie manch andere, obwohl sich sehr spannende und vielseitige Ausbildungsberufe dahinter verstecken. Zum Beispiel der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, der Feinwerkmechaniker und der Technische Produktdesigner. Ohne diese Berufe könnten wir unseren Alltag nicht so barrierefrei gestalten, wie wir es gewohnt sind. Kunststoffprodukt  in der Automobil-, Bau- und Medizinbranche ermöglichen erst, dass die Forschung und Entwicklung sich mit „Produkten von morgen“ beschäftigen kann.


Wo genau werden solche Produkte hergestellt?

In den meisten Fällen produzieren die Betriebe im direkten regionalen Umfeld High-Tech-Kunststoffteile. Beispiele hierfür sind Schreibwaren (von A. W. Faber-Castell Aktiengesellschaft), Luftausströmer eines AUDI A1 (von Wikutec GmbH) und Radioblenden  eines Ford C-MAX ( von Kunststoff Helmbrechts AG). Neben diesen brachte Simone Rieß (MyPlastics-Referntin) noch viele weiter Anschauungsmaterialien mit, die die Flexibilität von Kunststoff verdeutlichten.


MyPlastics-Referentin, Simone Rieß, informierte die Schüler nicht nur über die Berufsbilder der Kunststoffbranche, sie erklärte ihnen auch die Wertschöpfungskette und den Herstellungsprozess von der Idee bis zum fertigen Kunststoffprodukt. Ergänzt wurde der Vortrag durch einen Beitrag von Florian Hösch, Max Walther und Toni Wirth (Auszubildende Feinwerkmechaniker) bei Wirth Werkzeugbau GmbH. Sie stellten die Firma, das Leistungsspektrum  und den Beruf des Feinwerkmechanikers vor.


Doch welche Berufe sind denn jetzt nun wirklich gefragt?

Damit die K-Branche auch in Zukunft neue und anspruchsvolle Produkte herstellen kann, benötigt sie Nachwuchs – vor allem in technischen Bereich.


Als Technischer Produktdesigner lernt man mithilfe eines CAD/CAM-Programms eine technische Zeichnung zu erstellen. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Kundenvorgaben berücksichtigt und die Zeichnung für den späteren Werkzeugbau (Formenbau) auch umsetzbar ist. Ein Technischer Produktdesigner muss sich also genau überlegen, wo er welche Bohrung/Kante festlegt.

 Diese Zeichnung wird dann vom Feinwerkmechaniker* benötigt, um das Werkzeug herzustellen. Er muss nun den Stahl Millimeter genau durch bohren, fräsen und schleifen bearbeiten, sodass die Produktion mangelfrei beginnen kann. Außerdem muss er die einzeln gefertigten Werkstücke nach Vorgabe montieren.


Der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik spannt das Werkzeug in die Spritzgießmaschine ein. Außerdem berechnet er die nötigen Parameter, wie z. B. Drücke, Schließkräfte und Kühlzeiten. Sind diese Berechnungen fehlerhaft, muss der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik schnellstmöglich den Fehler finden, damit qualitativ hochwertige Produkte hergestellt werden.
*Ähnlichkeit mit dem Beruf des Werkzeugmechanikers


Alle dies Berufe können Schüler mit Mittlerer Reife erlernen - Mädchen können diese Berufe genauso ausüben wie Jungs.

Wir hoffen, den teilnehmenden Schülern neue Wege für die berufliche Zukunft aufgezeigt zu haben und wünschen ihnen natürlich auch weiterhin viel Erfolg.

Ein herzlicher Dank an dieser Stelle geht an Herrn Helmut Hofmann und Herrn Peter Selzam für die gelungene Veranstaltung.


Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet.
Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.