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23.06.2015 - MyPlastics an der Mittelschule Gunzenhausen

Die Ausbildungsinitiative MyPlastics referierte erstmals an der Mittelschule Gunzenhausen am 23.06.2015 und informierte gemeinsam mit der Firma SAR Electronic GmbH 12 interessierte Schüler einer 8. Klasse über die beruflichen Perspektiven in der Kunststoffbranche.

MyPlastics an der Mittelschule Gunzenhausen
Kunststoff ist zwar nicht tagtäglich in unseren Köpfen verankert, jedoch ist er für uns unabkömmlich. Man denkt im alltäglichen Gebraucht überhaupt nicht nach  - man erachtet ihn für selbstverständlich. Bevor man jedoch das fertige Kunststoffprodukt in den Händen hält, sind viele komplexe Arbeitsschritte notwendig. Diese werden von Berufsbildern, wie z.B. des Mechatronikers, des Werkzeugmechanikers oder des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik durchgeführt.

Wieso ist es wichtig, Schüler über diese Berufsbilder zu informieren?
Der Werkstoff der Zukunft zeigt auch in unserer direkten Umgebung Präsenz. In Gunzenhausen und Umgebung befinden sich schon alleine rund 10 Unternehmen, die sich mit dem Thema Kunststoff auseinandersetzen. Sei es im Werkzeugbau (Formenbau), in der Kunststoffbearbeitung oder Sondermaschinenbau. Deshalb lohnt es sich auch diese Firmen anzuschauen – zum Beispiel in Form eines Praktikums.


Simone Rieß (MyPlastics-Referentin) zeigte den Schülern auf, wo sie alltäglich Kunststoffprodukten begegnen. Hierzu brachte sie Anschauungstücke mit, wie beispielsweise ein Kühlerschutzgitter eines Opel Zafira (Faurecia Exteriors GmbH), einer Antennenhaube (Samvardhana Motherson Innovative Autosystems B.V. & Co. KG) und ein Stück eines Kunststofffensterrahmens (REHAU AG + Co).


Nachdem die Schüler in die Thematik Kunststoff eingeführt wurden, stellte sich die Firma SAR Electronic GmbH vor. Firmenvertreter Jürgen Schwarz (Leiter Geschäftsentwicklung) präsentierte neben der Firma wurden auch die angebotenen Ausbildungsberufe vorgestellt – vor allem das Berufsbild des Mechatronikers.


Die Schüler wurden im Anschluss in Gruppen eingeteilt und somit startete auch der praktische Teil des Tages.


Station eins des BERUFE-Parcours wurde von MyPlastics betreut und gestellt. Sie beinhaltete den Ausbildungsberuf des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Hier konnten die Jugendlichen das Mischverhältnis einer Badeente herausfinden, in dem sie es berechneten. Für einen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist es wichtig die richtigen Parameter (Drück, Schließzeiten und Temperaturen) so zu ermitteln, dass das Produkt die gewünschte Qualität aufweist. Es ist nicht so leicht, sofort die passenden Einstellungen zu finden, deshalb bist du in diesem Berufsbild richtig, wenn du Herausforderungen liebst. Die Station zwei des BERUFE-Parcours kam von der Firma SAR und spiegelte den Mechatroniker wider. Florian Lutz (Mechatroniker) bei SAR stellte sein Prüfungsstück, einen Prüfplatz mit pneumatischen Übungen vor. Die Schüler konnten dann durch Drücken von Knöpfen ein Gespür dafür bekommen, wie wichtig es ist, dass verschiedenen Programmierungen aufeinander abgestimmt sein müssen. Ein Mechatroniker lernt während seiner Ausbildung den Umgang mit Elektronik und Mechanik. Zum Beispiel ist er auch für die Schaltschränke an der Spritzgießmaschine verantwortlich. Die letzte Station des BERFUE-Parcours wurde ebenso von SAR zur Verfügung gestellt. Auch hier kam der Beruf des Mechatronikers zum Vorschein. Ein mitgebrachter KUKA-Tischroboter zeigte den Schülern auch, was er alles kann. Selbstverständlich durften die Schüler den Roboter auch steuern und sich so zum Beispiel eine Gummibärchenpackung von einem Stuhl nehmen. Ein Roboter muss allerdings erst programmiert werden, damit er derartige Bewegungen machen kann. Deshalb muss ein Mechatroniker während seiner Ausbildung ebenso lernen, wie man Roboterprogramme schreibt.

Vielen Dank an Frau Koch und den weiteren Mitorganisatoren für die gelungene Veranstaltung und die gute Organisation.


Allen Schülern wünschen wir viel Erfolg bei der Berufswahl und den Ausbildungsplatz, den sie sich vorstellen.



Anmerkung:
Um der besseren Lesbarkeit willen wurde auf eine gender-spezifische Ausdrucksweise verzichtet. Alle genannten Berufe sind für Jungen und Mädchen möglich.