Granulathersteller

Compoundieren, Quelle: Lifocolor Farben GmbH & Co. KG Farbgranulat, Lifocolor Farben GmbH & Co. KG Masterbatch, Quelle: Lifocolor Farben GmbH & Co. KG Compoundieren, Quelle: Lifocolor Farben GmbH & Co. KG Granulat, Quelle: WEIDPLAS GmbH

Für die Produktion von Kunststoffprodukten mit verschiedenen Eigenschaften, z. B. für besonders starre, feste Produkte wie einen LKW-Stoßfänger oder elastische, biegsame Produkte wie Dichtungen werden unterschiedliche Kunststoffgranulate benötigt.

Viele Kunststoffe entstehen in Reaktionskesseln bei großen Chemiekonzernen als Pulver. Woher dieses Pulver kommt, kannst du hier nachlesen. Damit sie sich besser zu Produkten verarbeiten lassen wird Granulat hergestellt. Außerdem können die Kunststoffe beim Weiterverarbeiten mit zusätzlichen Stoffen, wie z. B. Farbmitteln versehen werden. Diese Weiterverarbeitung nennt man Compoundierung.
 

Compoundieren

Compoundieren von Rohstoffen zur KunststoffherstellungUnter dem Compoundieren versteht man das Aufbereitungsverfahren, welches Mischen, Homogenisieren (Erzeugung einer besonders gleichmäßigen Mischung), Entgasen, Entfeuchten, Verdichten und Granulieren des Kunststoffes umfasst. Dies geschieht im Extrusionsverfahren, zumeist mit einem Doppelschneckenextruder.


Die Kunststoffmischung wird mit zwei Schnecken aufgeschmolzen, gut durchmischt, entgast und aus einer Düse oder Lochplatte ausgetragen. Anschließend wird der entstandene Kunststoffstrang zu Granulat geschnitten. Dafür stehen zwei Verfahren zur Auswahl, die Heißgranulierung und der die Kaltgranulierung. Bei der Heißgranulierung wird der Kunststoffstrang direkt nach der Lochplatte durch ein rotierendes Messer geschnitten, während bei der Kaltgranulierung zuerst der gesamte Strang im Wasserbad abgekühlt und anschließend der feste Strang granuliert wird.

Füll- und Verstärkungsstoffe

Herstellung von KunststoffgranulatHeute werden den Rohstoffen häufig Zusatzwerkstoffe beigemischt, also Stoffe, die nicht aus Kunststoff bestehen und die z.B. als Teilchen oder Fasern vorliegen. Die am häufigsten eingesetzten Verstärkungsfasern sind Glasfasern, man spricht dann von GFK-Produkten (GlasFaserverstärkte Kunststoffe). Die Verstärkung bewirkt eine Anhebung der Steifigkeit des Produktes. Diese GFK-Produkte erfüllen bestimmte Anforderungen, beispielsweise in der Luftfahrt. Sie können hohe mechanische Kräfte übertragen, verwittern nur sehr langsam und leiten kaum Strom.
Eine weitere Verstärkungsfaser ist die Kohlenstoff- (engl. Carbon) faser. Diese wird in den Kunststoff eingebettet, wodurch das Gemisch eine hohe Steifigkeit erhält, wobei es dennoch leicht bleibt. Man spricht von CFK-Produkten (CarbonFaserverstärkten Kunststoffen), die ebenfalls in der Luftfahrt, aber auch in der Freizeitbranche (z. B. bei Fahrradrahmen) eingesetzt werden.
Weitere Zusätze für Kunststoffe können Weichmacher oder Stabilisatoren sein.

Farbgranulate (Masterbatch)

Farbgranulat

Einige Hersteller produzieren spezielles Granulat, welches zum Einfärben von Kunststoffen verwendet wird, das sogenannte Masterbatch. Durch die Zugabe von Masterbatch können Kunststoffe z. B. direkt bei der Produktion des Teils vielfältig eingefärbt werden Das richtige Mischungsverhältnis und eine gute Durchmischung des farbigen und des farblosen Granulates (Homogenisierung) ist dabei entscheidend für ein gutes Farbergebnis.

 

 

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